Zur Fasnetszeit darf ein traditionelles Schmalzgebäck bei uns natürlich nicht fehlen. Diese luftigen Fasnetsküchle werden aus einem weichen Hefeteig zubereitet, goldbraun ausgebacken und anschließend noch warm in Zucker gewendet.
Außen sind sie leicht knusprig, innen wunderbar weich und locker. Besonders frisch schmecken sie einfach unwiderstehlich und passen perfekt zu Kaffee, Tee oder heißer Schokolade.
Je nach Region kennt man ähnliches Gebäck unter verschiedenen Namen. Bei uns gehören die Fasnetsküchle ganz selbstverständlich zur närrischen Zeit dazu.
Warum werden Fasnetsküchle in Fett ausgebacken?
Das Ausbacken in heißem Fett sorgt dafür, dass die kleinen Hefeteigstücke außen eine goldbraune Kruste bekommen und innen schön weich bleiben.
Wichtig ist dabei die richtige Temperatur. Ist das Fett zu kalt, saugt sich das Gebäck stark voll. Ist es zu heiß, werden die Fasnetsküchle außen schnell dunkel, während sie innen noch nicht vollständig durchgebacken sind.
Eine Temperatur von ungefähr 170 bis 175 °C ist ideal.
Luftige Fasnetsküchle
Zutaten für den Hefeteig
- 500 g Mehl
- 1 Würfel frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
- 250 ml lauwarme Milch
- 70 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 80 g weiche Butter
- 2 Eier
- 1 Prise Salz
- Fein abgeriebene Schale einer halben Bio-Zitrone
Zum Ausbacken
- Etwa 1 Liter neutrales Pflanzenöl oder Frittierfett
Zum Wälzen
- 100 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
Zubereitung
- Die lauwarme Milch in eine Schüssel geben.
- Die Hefe hineinbröseln, einen Teelöffel Zucker hinzufügen und alles verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat.
- Die Hefemischung etwa zehn Minuten stehen lassen.
- Mehl, restlichen Zucker, Vanillezucker und Salz in eine große Rührschüssel geben.
- Die Hefemilch, die Eier, die weiche Butter und die fein abgeriebene Zitronenschale hinzufügen.
- Alle Zutaten mit den Knethaken einer Küchenmaschine oder eines Handrührgeräts etwa acht bis zehn Minuten zu einem glatten, elastischen Teig verkneten.
- Die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch abdecken.
- Den Hefeteig an einem warmen Ort ungefähr 60 Minuten gehen lassen, bis sich sein Volumen deutlich vergrößert hat.
- Den aufgegangenen Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und kurz durchkneten.
- Den Teig etwa 1,5 bis 2 cm dick ausrollen.
- Mit einem Glas oder runden Ausstecher Kreise ausstechen.
- Die Teiglinge auf ein leicht bemehltes Brett legen, abdecken und weitere 15 bis 20 Minuten ruhen lassen.
- Das Pflanzenöl in einem großen Topf auf etwa 170 bis 175 °C erhitzen.
- Je nach Topfgröße zwei bis drei Teiglinge vorsichtig in das heiße Fett geben.
- Die Fasnetsküchle von jeder Seite etwa zwei Minuten goldbraun ausbacken.
- Mit einer Schaumkelle aus dem Fett nehmen und kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen.
- Zucker und Vanillezucker in einem tiefen Teller vermischen.
- Die noch warmen Fasnetsküchle darin wenden.
Wie erkenne ich die richtige Öltemperatur?
Am einfachsten lässt sich die Temperatur mit einem Küchenthermometer kontrollieren.
Falls ihr kein Thermometer habt, könnt ihr den Stiel eines Holzkochlöffels in das heiße Öl halten. Steigen daran kleine Bläschen auf, ist das Fett in der Regel heiß genug.
Trotzdem sollte die Temperatur während des Backens nicht zu stark steigen.
Kann ich die Fasnetsküchle füllen?
Ja, nach dem Abkühlen können die Küchle gefüllt werden.
Dafür eignen sich zum Beispiel:
- Aprikosenkonfitüre
- Himbeerkonfitüre
- Pflaumenmus
- Vanillecreme
- Schokoladencreme
Die Füllung wird mit einem Spritzbeutel und einer langen Tülle seitlich in das Gebäck gegeben.
Tipp für besonders lockeren Hefeteig
Alle Zutaten sollten möglichst Zimmertemperatur haben. Kalte Eier oder sehr kalte Butter können die Gehzeit verlängern.
Gebt dem Hefeteig außerdem ausreichend Zeit. Ein gut aufgegangener Teig sorgt dafür, dass die Fasnetsküchle innen besonders weich und luftig werden.
Wie lange bleiben Fasnetsküchle frisch?
Am besten schmecken sie direkt am Tag der Zubereitung.
Gut abgedeckt können sie bis zum nächsten Tag aufbewahrt werden. Vor dem Servieren lassen sie sich für wenige Sekunden in der Mikrowelle oder kurz im Backofen erwärmen.
Ganz frisch bleiben Geschmack und Konsistenz jedoch am besten.
Mein Fazit
Luftige Fasnetsküchle gehören für mich einfach zur närrischen Zeit dazu.
Sie sind außen goldbraun, innen weich und lassen sich nach Geschmack mit Zucker bestreuen oder mit Konfitüre füllen.
Frisch ausgebacken und noch leicht warm schmecken sie besonders gut.
Viel Freude beim Backen und eine schöne Fasnetszeit!
Eure Silke


